Im Mai 1903 bat Philipp Seipp um die Erlaubnis "zum Betriebe einer Schankwirtschaft einschließlich des Ausschanks von Branntwein in dem Haus Nr. 2" (heute Mühlweg 14) in Trohe.
Wie alle dörflichen Gastwirtschaften war auch die "Linde" Vereinslokal. Hier wurde 1925 die Troher Burschenschaft "Fidelio" gegründet. 1947 war Lina Seipp Wwe. (1881-1970) Wirtin der Gastwirtschaft "Zur Linde", die sie noch 1955 mit 75 Jahren führte.
Seit 1958 wechseln die Pächter der zwei Gastzimmer und der weiteren Räumlichkeiten häufig. Besitzer war seit 1961 die Tochter Anna, verh. Pfaff (1903-1998). In der Anlage zu einem Mietvertrag der Eigentümerin mit einem Pächter 1971 heißt es "Zur Durchführung der Kirmesveranstaltung gestattet der Verpächter die Benutzung des Hofes, der Halle, des Tanzbodens, sowie der unmittelbar hinter der Halle gelegenen Wiese, soweit sie zur Aufstellung des Zeltes benötigt wird". Die Troher Kirmes wurde abwechselnd im “Burgkeller” oder der “Linde” gehalten.
War die "Linde" vorher nur Schankwirtschaft, so war sie zumindest ab 1966 auch Speisegaststätte, der auch wieder ein Lebensmittelgeschäft angegliedert war.
* überarbeitete Version aus:
Ilse Reinholz-Hein: Es stand ein Wirtshaus in Buseck ... Die Geschichte der Dorfwirtschaften in Alten-
Buseck, Beuern, Großen-Buseck, Oppenrod und Trohe. Schriftenreihe des Heimatkundlichen
Arbeitskreises Buseck e.V. Heft 13, Buseck 2009, S. 62
Bildnachweis:
Bildarchiv des Heimatkundlichen Arbeitskreises Buseck e.V.
Chronik Trohe, 2010
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